Das Schauspielhaus Zürich gilt als eines der bedeutendsten deutschsprachigen Theater. Nach seinem Spielort am Platz Pfauen (heute Heimplatz) an der Rämistrasse in Zürich wird das Theater auch als Pfauenbühne bezeichnet.
Das große Haus umfaßt 750 Plätze. Im Keller des Gebäudes ist die Studiobühne Bühne 5 untergebracht. Neben dem
Schauspielhaus am Pfauen betreibt das Theater auch die zwei Bühnen (Halle und Box) des
Schauspielhauses Schiffbau in Zürich sowie das Junge Schauspielhaus in der Matchbox. *
Wenn sich Kreise schließen ...
Das Schauspielhaus Zürich, welches mir unter der künstlerischen Leitung von
Matthias Hartmann sehr ans Herz gewachsen ist und in dem ich viele sehr schöne und phantastische Aufführungen gesehen habe, war das Haus, in dem
Heiner Bruns als Regieassistent seine Laufbahn zum bedeutenden Mann des Theaters begann. Viel Spannendes ist zu erwarten unter der neuen Intendanz von
Barbara Frey. Mit ihrer Eröffnungspremiere von Schillers MARIA STUART in der Halle setzt sie ganz bewußt einen Schwerpunkt auf die besonderen Spielstätten im Schiffbau.
Geschichte
Das Gebäude am Pfauen wurde 1892 als Volkstheater am Pfauen mit Bayerischem Biergarten und Kegelbahn errichtet und zunächst als Varietétheater genutzt. 1901 wurde es vom Direktor des Opernhauses angemietet und mit Goethes DIE MITSCHULDIGEN als Schauspielhaus eröffnet. Von 1903 bis 1926 wurde das Theater von der privaten Genossenschaft zum Pfauen betrieben. 1926 erwarb der Zürcher Weingroßhändler und Direktor des Schauspielhauses Ferdinand Rieser das Gebäude und ließ es umbauen. 1938 wurde der Theaterbetrieb durch die von der Stadt eigens gegründete "Neue Schauspiel AG" übernommen, der das Gebäude von Ferdinand Rieser verpachtet wurde. Dem damalige Stadtpräsidenten Emil Klöti und dem Verleger Emil Oprecht gelang es so, das Theater aus seinen finanziellen Schieflage zu befreien. Als 1952 der Pachtvertrag mit der Witwe Ferdinand Riesers ablief, verweigerten die Zürcher Bürger ihre Zustimmung zum Erwerb der Gebäude durch die Stadt Zürich zu einem Kaufpreis von 3 Mio. Franken. Glücklicherweise war die "Schweizerische Bankgesellschaft" bereit, als Käuferin einzuspringen und mit der "Neuen Schauspiel AG" einen neuen Pachtvertrag abzuschließen.
Die Bemühungen, ein anspruchsvolles Theater in Zürich zu etablieren, waren zunächst wenig erfolgreich; bis 1933 wurde das Schauspielhaus international kaum beachtet.
Ab 1933 emigrierten viele deutsche Schauspieler und Regisseure nach Zürich und wurden ins Ensemble des Schauspielhauses aufgenommen. Therese Giehse, Albert Bassermann, Ernst Ginsberg, Kurt Horwitz, Leopold Lindtberg, Grete Heger und viele andere spielten zum Teil lange Jahre auf der Pfauenbühne.
Durch diese Schauspieler erlebte das Schauspielhaus seinen Höhepunkt als Emigrantentheater während des Zweiten Weltkriegs. In dieser Zeit standen viele antifaschistische Stücke auf dem Spielplan, unter anderem mehrere Stücke von Bertolt Brecht und von Schweizer Autoren. Zu dieser Zeit war das Zürcher Schauspielhaus die einzige freie Bühne im deutschsprachigen Raum, da in Deutschland und Österreich nur noch regimegerechte Stücke aufgeführt werden durften. Im Pfauen erlebten zahlreiche Stücke von Bertolt Brecht ihre Uraufführung. Auch die meisten Stücke von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt wurden am Pfauen uraufgeführt.
In den Jahren 2002 und 2003 erlebte das Schauspielhaus unter dem Intendanten und Regisseur Christoph Marthaler eine neue künstlerischer Blüte und wurde zweimal in Folge von den Kritikern der Zeitschrift Theater heute zum Theater des Jahres gewählt. In der Zeit der Intendanz von Christoph Marthaler gab es dann auch einen einmaligen Abonnentenschwund, was neben weiteren ewigen Streitereien zu einem vorzeitigen Abgang seiner Theaterequipe führte. *
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Quelle *: Auszüge
Wikipedia

